InGA für Verteilnetzbetreiber (DSO)

Mit InGA steuern Sie Ladeinfrastruktur im Verteilnetz, intelligent über eine einzige Schnittstelle – ohne den Einbau zusätzlicher Kommunikationsinfrastruktur. Nutzen Sie bereits heute eine zukunftssichere Lösung, die an das FNN-Konzept der Koordinierungsfunktion (KOF) angelehnt ist und gemeinsam mit einer Steuerung über Smart Meter funktioniert. Bieten Sie ihren Netzanschlussnehmern schon heute eine intelligente §14a-EnWG-Alternative zur Schaltuhr.

Moderne Stadthäuser mit Sonnenkollektoren und Elektroautos, die an Ladestationen vor den Häusern geparkt sind.

Die Herausforderung der netzdienlichen Integration von Elektromobilität ist deren Steuerbarkeit.

Gemäß aktueller Wachstumsraten wird prognostiziert, dass bis 2030 in Deutschland ca. 7–10 Mio. Elektrofahrzeuge Einzug in den Mobilitätssektor halten. Das stellt ins­besondere die Verteilnetze vor neue Herausforderungen, denn durch steigende Lade­leistungen und erhöhte Gleichzeitigkeiten bei Ladevorgängen wird ein Mehrbedarf an gleichzeitiger Leistung als Spitzenlast an den Ortsnetzstationen erwartet. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind insbesondere in Zeiten hoher Ein­speisung eine intelligente Steuerbarkeit der Ladeinfrastruktur über eine standardisierte Schnittstelle und ein einheitliches Protokoll erforderlich.

Diagramm mit Verbindungen zwischen 4 DSOs, 3 Aggregatoren und mehreren Elektrofahrzeugen an Ladestationen.

Schnittstellen ohne InGA

Das Diagramm zeigt vier Versorgungsgebäude und drei Autoaggregatoren, die über ein zentrales INGA-System verbunden sind.

Schnittstellen mit InGA

InGA vereinfacht die Kommunikation und reduziert die Anzahl der Schnittstellen auf ein Minimum.

Über InGA wird der bereits bestehende Kommunikationsweg zwischen Ladesäulen bzw. Wallboxen und deren Backendbetreibern genutzt, um Ladevorgänge in netzkritischen Situationen zu beeinflussen. Dieser Weg ermöglicht es Ihnen, mit unterschiedlichen Betreibern von Lade­infrastruktur (Aggregatoren) und deren Ladeinfrastrukturen in Ihrem Netz über eine einzige standardisierte Schnittstelle zu kommunizieren – ohne Zusatzinvestitionen in den Aufbau weiterer Kommunikationsinfrastruktur.

Schematische Illustration eines intelligenten Lastmanagements für Elektrofahrzeuge: Ein Verteilnetzbetreiber (DSO) erkennt einen Engpass und begrenzt die Ladeleistung über INGA auf 50 kW. INGA verteilt die verfügbare Leistung an zwei Aggregatoren (Aggregator 1: 35/70 kW, Aggregator 2: 15/30 kW). Die Aggregatoren kennen das Ladeverhalten und teilen die Kapazität kundenfreundlich auf mehrere Standorte mit Wohnhäusern, Photovoltaikanlagen und parkenden Elektroautos auf. An den einzelnen Ladepunkten werden unterschiedliche Ladeleistungen (z. B. 5/10 kW, 30/60 kW, 15/20 kW, 0/10 kW) dargestellt.
  1. Der DSO erkennt einen Engpass, z. B. in der Trafostation, und erstellt eine Leistungsbegrenzung auf 50 kW für betroffene Zählpunkte.
  2. InGA disaggregiert diskriminierungsfrei auf Basis von installierter Leistung/NAK sowie Vorgaben des DSO und gibt die Grenzwerte an die Aggregatoren weiter.
  3. Die Aggregatoren verteilen die Leistung je nach Nachfrage auf die eigenen Ladepunkte und bestätigen die Einhaltung der Grenzwerte. InGA bestätigt anschließend dem DSO die Einhaltung des Grenzwerts.

Als einzige integrierte Lösung stellt InGA sicher, dass Kunden nur bedarfsgerecht gesteuert werden.

Kundenfreundliches und gleichzeitig netzdienliches Laden von Elektrofahrzeugen? Das muss sich nicht ausschließen. Im Vergleich zu statisch programmierten Schaltuhren oder Funk­rund­steuer­empfängern, die Kunden unabhängig von der tatsächlichen Netzbelastung einschränken, rückt InGA die Kundenbedürfnisse in den Fokus. Indem Restriktionen für einzelne Netzabschnitte über InGA diskriminierungsfrei auf beteiligte Aggregatoren aufgeteilt werden, entsteht Freiraum zur Optimierung auf der Marktseite. Kennt der Aggregator den Ladebedarf seiner Kunden, kann er die Restriktionen derart auflösen, dass die Einschränkung für Kunden minimal bleibt – wenn sie überhaupt auffällt.

Praxistauglich, anwenderfreundlich, sicher.
InGA bietet umfangreiche Funktionen bei geringem Implementierungsaufwand.

Das Konzept wurde innerhalb eines F&E-Projekts über zwei Jahre im Feld validiert und gemeinsam mit Netz- und Ladeinfrastrukturbetreibern entwickelt. Ein Dashboard bietet Ihnen einen kontinuierlichen Überblick über laufende und geplante Netzrestriktionen und wertet für Sie die vorhandenen Zustandsdaten wie Messdaten aus. Die Hürden für die Implementierung sind gering, da keine neue Infrastruktur aufgebaut werden muss und die Lösung sowohl planerisch als auch im Rahmen einer dynamischen Netzsteuerung anwendbar ist.

Diagramm mit Elektroautos, einem Haus mit Sonnenkollektoren und dem Datenfluss zwischen Aggregatoren und einem Kontrollzentrum.
Flussdiagramm der DSO-Komponenten, die über INGA mit CPOs, intelligenten Zählern, Steuerungen und Energiegeräten verbunden sind.

Investieren Sie in eine zukunftssichere Lösung.

Mit InGA richten Sie den Blick in die Zukunft, denn die technologieoffene Lösung ist bereits heute in der Lage, weitere Flexibilitäten in der Niederspannung, wie z. B. Wärmepumpen oder Nachtspeicher, für Sie nutzbar zu machen. Angelehnt an das FNN-Konzept der Koordinierungsfunktion (KOF) ist InGA derart designt, dass die Vorteile auch im Zusammenspiel mit der zukünftigen KOF und Smart-Meter-Infrastruktur zum Tragen kommen.

Allgemeine Informationen
(788 KB)

Download

Teilnehmende Aggregatoren

  • Westenergie AG
  • energis Netzgesellschaft mbH
  • EWV

Zertifizierte Backends

  • innogy chargetech GmbH, 100% Tochtergesellschaft der innogy eMobility Solutions GmbH

Ihr Ansprechpartner für InGA

Ein Mann mit Brille und Bart lächelt, er trägt eine Anzugsjacke, im Hintergrund sind Industrieanlagen zu sehen.

Matthias Backes

E-Mail senden